{"id":1519,"date":"2015-07-09T13:13:28","date_gmt":"2015-07-09T11:13:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haleh-gallery.com\/?p=1519"},"modified":"2015-11-20T13:39:07","modified_gmt":"2015-11-20T12:39:07","slug":"save-the-date","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/save-the-date\/","title":{"rendered":"MIRAGE"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Jahr feiern wir den 5. Jahrestag der Haleh Gallery. Mit Stolz und Freude blicken wir auf die gemeinsamen Jahre zur\u00fcck und m\u00f6chten uns ganz besonders bei unseren G\u00e4sten, Besuchern, K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern bedanken, die das vielf\u00e4ltige Ausstellungprogramm mit uns getragen haben. In den letzten f\u00fcnf Jahren konnten wir zahlreiche internationale und nationale K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler pr\u00e4sentieren und das kuratorische Programm der Haleh Gallery weiter ausbauen. Mit mehr als 23 realisierten Ausstellungen in Berg, am Starnberger See, der Teilnahme an der Artfair Cologne 2013, der Kunstmesse Unpainted in M\u00fcnchen 2014 und der Ausstellung 7 SEEN in M\u00fcnchen konnten wir ein gr\u00f6\u00dferes Publikum mit unserem Galerieprogramm bekannt machen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Unser Programm umfasst eine vielf\u00e4ltige Auswahl zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstler, die in ihren Arbeiten \u00e4hnliche Fragen der Identit\u00e4t und des kulturellen Erbes thematisieren. Wir zeigen die Arbeiten globaler K\u00fcnstler, vor allem aus dem Iran und dem Mittleren Osten. Kunst aus dem Iran ist eine der spannendsten und aufregendsten Produktionen der Region, die auf dem europ\u00e4ischen Kunstmarkt noch wenig pr\u00e4sent ist. Damit k\u00f6nnen wir unserem Publikum einen einzigartigen Zugang zur spannenden Kunstszene Teherans bieten.<\/p>\n<p>Mit unserem kuratorischen Programm versuchen wir eine Verbindung zwischen dem Lokalen und Globalen herzustellen. Es soll darum gehen einen Dialog zwischen den Kulturen zu etablieren, um zu zeigen, dass vermeintlich unterschiedliche Kulturen eine gemeinsame zeitgen\u00f6ssische visuelle Sprache teilen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf die n\u00e4chsten 5 gemeinsamen Jahre!<\/p>\n<div>\n<p>Um den 5. Jahrestag der Haleh Gallery zu feiern, er\u00f6ffnen wir die Herbstsaison 2015 mit der Gruppenausstellung MIRAGE mit den K\u00fcnstlerinnen Afsoon, Macay und Maryam Rastghalam. Der Begriff \u201eMirage\u201c stammt urspr\u00fcnglich aus dem Franz\u00f6sischen und bezeichnet eine Luftspiegelung. Luftspiegelungen simulieren und t\u00e4uschen weit entfernte Objekte und Szenarien vor, sie erschweren die Unterscheidung von Realit\u00e4t und Illusion. Eine der bekanntesten und gleichnamigen Fata Morganas ist das ber\u00fchmte Hotel \u201eThe Mirage\u201c in Las Vegas. Wasserf\u00e4lle, Palmen, wei\u00dfe Tiger, Delfine, ein k\u00fcnstlicher Vulkan und unz\u00e4hlige Restaurants verk\u00f6rpern die perfekte Illusion einer tropischen Oase in der W\u00fcstenstadt. Las Vegas ist eine kapitalistische Spiel- und Gesch\u00e4ftsstadt. Gerade in der Stadtplanung wird deutlich, dass es hier nicht mehr um utopische Entw\u00fcrfe geht, sondern um realistischen Pragmatismus. Andy Warhol und die Vertreter der Pop Art haben einst daf\u00fcr gesorgt, dass Popul\u00e4r- und Hochkultur sich nicht mehr gegen\u00fcberstehen. Seit 2001 in Las Vegas eine Dependance des Guggenheim Museums er\u00f6ffnet wurde, haben sich auch Gl\u00fccksspiel und Kunst, unter dem Museumsdach, das Rem Koolhaas entworfen und realisiert wurde, zusammen gefunden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>In unserer Ausstellung MIRAGE lassen sich in den Arbeiten von Afsoon, Macay und Maryam Rastghalam Allianzen zwischen Popul\u00e4rkultur und Kunst beobachten. Die Arbeiten pr\u00e4sentieren sich vor allem auf visueller Ebene als \u00e4sthetisch sehr ansprechende Bilder. Doch wie bei jeder Luftspiegelung m\u00fcssen wir als Betrachter entscheiden, was ist Realit\u00e4t und was ist Illusion? Was ist Wahrheit?<br \/>\nAuch wenn wir uns mit der dargestellten Realit\u00e4t zufrieden geben, lohnt es sich tiefer in die Bilder einzutauchen, die Illusion der perfekten Oberfl\u00e4che hinter uns zu lassen, um dahinter verborgen liegende Bedeutungen und ein bi\u00dfchen Wahrheit zu finden.<\/p>\n<p><b>Afsoon <\/b>besch\u00e4ftigt sich in vielen ihrer k\u00fcnstlerischen Arbeiten mit der iranischen Kultur. Mit den hier pr\u00e4sentierten Collagen \u201ePersian Expressions\u201c l\u00e4sst sie den Betrachter einen authentischen Blick auf die persische Kultur erhaschen, jenseits von historischen, kulturellen oder politischen Ereignissen und Begebenheiten. Auf spielerische Art und Weise untersucht Afsoon die Frage nach der M\u00f6glichkeit der visuellen Repr\u00e4sentation anderer Kulturen, ohne dabei Gefahr der Verallgemeinerung und Stereotypisierung zu laufen. Sprache ist der Schl\u00fcssel um Kulturen zu verstehen, dies veranschaulicht Afsoon in der Reihe \u201ePersian Expressions\u201c in der sie persische Redewendungen in heitere Collagen umsetzt. Die persische Sprache ist sehr blumig und von Redewendungen und Bildern durchsetzt. Eine typische persische Alltagskonversation ist gekennzeichnet von Wortwitz und Wortspielen. So ein sprachlicher Zugang bleibt einem Au\u00dfenstehenden oft verwehrt. In der Collage \u201eHorses\u201c, die Teil der Sammlung des British Museum in London ist, wird die Redewendung, die in der deutschen und englischen Sprache als \u00c4quivalent des geschenkten Gauls ihren Ausdruck findet, visuell umgesetzt. Damit entwirft die K\u00fcnstlerin einen neuen Blick auf Iran, der erfrischender Weise von Humor und Witz gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal pr\u00e4sentieren wir auch Arbeiten der K\u00fcnstlerin <b>Macay<\/b>.<\/p>\n<p>Macay ist in Santiago, Chile geboren, erhielt ihre k\u00fcnstlerische Ausbildung am<\/p>\n<p>am Central Saint Martins, University of the Arts in London und reist seitdem durch die Welt. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit den urbanen Lebensbedingungen im Dschungel der Metropolen auseinander. Mit dem k\u00fcnstlerischen Mittel der Collage zeigt sie, dass der moderne Gro\u00dfstadtmensch seine Verbindung zur Natur verloren hat. Macay kreiert mit fiktionalen Charakteren vergangener Zeiten surreale Welten. Die ikonisch gewordenen Figuren platziert sie in nat\u00fcrlicher Kulisse und erinnert nostalgisch an vormoderne Zeiten.<\/p>\n<p><b>Maryam Rastghalam<\/b> kn\u00fcpft in ihrer Bildsprache ebenfalls an das iranische kulturelle Erbe an. Inspiration f\u00fcr ihre Arbeiten ist Miniaturmalerei, die unter der Dynastie der Safawiden zu neuer Bl\u00fcte gelangte. Allerdings sind Maryam Rastghalams safawidische Figuren mit schwarzer Tinte bekleckert. Die Farbe Schwarz tr\u00e4gt hier die symbolische Bedeutung von Trauer, Tod und Ende. Keineswegs geht es um eine Verherrlichung einer fr\u00fcheren Hochkultur, es zeigt, dass die alte \u00c4sthetik zu Ende ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Installation zeichnete Maryam 33 in schwarze Farbe gefallene Engel, die sie in Konservengl\u00e4ser eingeschlossen hat. Die Zahl 33 ist Symbol f\u00fcr die Allah-Verdi Khan Br\u00fccke in Isfahan, die im Iran als 33 Br\u00fccke\u00a0 ekannt ist, weil sie aus 33 B\u00f6gen besteht. Dieses architektonische Werk ist ein Beispiel f\u00fcr die safawidische Br\u00fcckenbaukunst. Die Stadt Isfahan ist durch die sawavidische Architektur und Kunstsch\u00e4tze nicht nur weltber\u00fchmt, sondern z\u00e4hlt auch als Unesco Weltkulturerbe. Kaum bekannt ist aber, dass die Stadt unter einer starken Trockenheit leidet und der Fluss Zayandeh beizeiten kaum mehr Wasser hat. Maryam Rastghalam zeigt in ihren Arbeiten, dass die ehemalige Hochkultur der Safaviden gesch\u00fctzt und bewahrt wird, doch aktuelle umweltbezogene Themen kaum Beachtung finden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Lebensl\u00e4ufe:<\/b><\/p>\n<p><b>Afsoon <\/b>(*1961, Iran) lebt und arbeitet in London.<\/p>\n<p>Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): Marrakech Biennales, Morocco\u00a0 (2014); \u201cThe Wise Men of the East\u201d, The British Museum, London (2013-2014); \u201eIcons of the 4 corners\u201d, Xerxes Gallery, London (2011); \u201eI Ran with Iran\u201d, Galerie Nicolas Hugo, Paris, (2012); AYYAM Auction, Dubai, UAE, (2012); Christies Auction, Dubai, UAE, (2012).<\/p>\n<p>Vertreten in Sammlungen: The British Museum, London, (Department: Middle East) ; La Fondation Pierre Berge, Paris, France<br \/>\n; Sabanci Collection, Istanbul, Turkey; SPM.Salsali Private Museum, UAE; Farjam Collection, UAE<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Macay <\/b>(*1982 in Santiago, Chile) Studium in London, Central Saint Martins, University of the Arts. Macay ist momentan auf der Reise und besucht verschiedene Orte zwischen San Francisco und Taipei.<\/p>\n<p>Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): \u201cBucalemu\u201c, Galeria abierta Costanera Center, Santiago, Chile (2014); \u201e11,677,595 km\u201c , Red Gallery, London (2013); Toronto Art Crawl, Toronto (2013); \u201eSummer(time)\u201c, Galerie Ligne 13 Paris (2010).<\/p>\n<div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Maryam Rastghalam<\/b> (*1981 in Isfahan, Iran) lebt und arbeitet in Mailand. Studierte Kunst an den Universit\u00e4ten Isfahan, Teheran, Florenz und Mailand.<\/p>\n<p>Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): \u201eWho art you\u201c, La fabbrica del vapore, Mailand (2015), Isola isole insulae, Assab one exposition space, Mailand (2012),<\/p>\n<p>Daryabeigi Gallery, Teheran (2004).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Jahr feiern wir den 5. Jahrestag der Haleh Gallery. 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