{"id":1962,"date":"2018-10-19T14:03:29","date_gmt":"2018-10-19T12:03:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haleh-gallery.com\/?p=1962"},"modified":"2018-11-07T11:42:31","modified_gmt":"2018-11-07T10:42:31","slug":"forgotten-angel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/forgotten-angel-2\/","title":{"rendered":"FORGOTTEN ANGEL"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px 'Helvetica Neue'; -webkit-text-stroke: #000000} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px 'Helvetica Neue'; -webkit-text-stroke: #000000; min-height: 14.0px} span.s1 {font-kerning: none} --><\/style>\n<p>Seit Oktober 2017 fand der Hashtag #MeToo gro\u00dfe Verbreitung in den sozialen Netzwerken. #MeToo soll Frauen dazu ermutigen sexuelle Bel\u00e4stigung und \u00dcbergriffe, die sie erfahren mussten, \u00f6ffentlich anzuzeigen. Dadurch ist sexueller Missbrauch zwar mittlerweile st\u00e4rker in den \u00f6ffentlichen Diskurs ger\u00fcckt, sexueller Missbrauch von Kindern hingegen, ist jedoch bis heute ein Thema, das stark tabuisiert wird. Und das, obwohl jeden Tag Kinder Opfer sexuellen Missbrauchs werden. Die Weltgesundheitsorganisation sch\u00e4tzt, dass in Europa ungef\u00e4hr 18 Millionen Kinder und Jugendliche in ihrem Leben Kindesmissbrauch erleiden. Bis heute ist Kindesmissbrauch oft von Schweigen und Geheimhaltung gepr\u00e4gt, weil sich die Opfer sch\u00e4men oder der T\u00e4ter Druck aus\u00fcbt. Die Kinder verdr\u00e4ngen die schrecklichen Taten oft, weil sie den Missbrauch auch vor sich selbst geheim halten wollen. Die Medien und die \u00d6ffentlichkeit konzentrieren sich meistens auf die Person des T\u00e4ters, seine Geschichte und Motive, als Ursache des Verbrechens. Die Opfer werden nur selten sichtbar und bleiben im Verborgenen.<\/p>\n<p>Die vergessenen Opfer von sexuellem Missbrauch sind das Thema der Einzelausstellung der K\u00fcnstlerin Mithilfe der Kunst m\u00f6chte Sara Sarshar den vergessenen Opfern ein Bild geben und dem tabuisierten Thema von Bel\u00e4stigung und Missbrauch entgegentreten. Das Konzept des Verborgen-Seins ist der visuelle Leitfaden in der Ausstellung, die ausgestellten Arbeiten sind teilweise im Verborgenen, genauso wie Missbrauchsopfer oft unsichtbar bleiben. Einige der Arbeiten verstecken sich in der Ausstellung hinter einem Plastikvorhang und k\u00f6nnen nur auf den zweiten Blick von den BesucherInnen entdeckt werden.<\/p>\n<p>Sara Sarhshars Kunst provoziert die BetrachterInnen emotional, gleichzeitig soll aber auch ein Bewusstsein f\u00fcr diese schwierigen Themen geschaffen werden. Dabei konzentriert sich Sara Sarshar vor allem auf die Opfer und illustriert die emotionalen Nachwirkungen, die unterdr\u00fcckten Erinnerungen und die Traumatisierungen, die Resultat des Missbrauchs sind.<\/p>\n<p>Um den verborgenen Opfern ein Bild zu geben, w\u00e4hlt Sara Sarshar vor allem die \u00c4sthetik der Installation. Ihre Installationen bestehen oftmals aus Skulpturen und Plastiken, Malereien, Textilien und Videos. Installationen sind f\u00fcr Sara Sarshar ein wichtiges Mittel, um die BetrachterInnen in die Geschichte zu involvieren, wie die K\u00fcnstlerin selbst erkl\u00e4rt: \u201eIch habe mich dazu entschieden mit dem Medium der Installation zu arbeiten, um eine absolute Atmosph\u00e4re zu erschaffen. Denn die Wahrheit, die wir durch unsere Wahrnehmung erschaffen, ist bedeutend. Die Bewegung, das Atmen, das Nacherleben, alle Sinne werden angesprochen in der Installation und machen diese Phantasie glaubw\u00fcrdig. Es ist als ob man in der Geschichte, in dem St\u00fcck lebe. Das Publikum macht seine eigene Erfahrung.\u201c<\/p>\n<p>Sara Sarshars Bildwelten erscheinen mit dem thematischen Fokus auf sexuellem Missbrauch oftmals sehr d\u00fcster und konfrontieren die BetrachterInnen mit den tiefsten Abgr\u00fcnden des menschlichen Daseins. Dennoch geht es Sara Sarshar nicht allein darum die Dunkelheit darzustellen und die T\u00e4ter anzuklagen, sondern es geht darum die Dunkelheit und Schattenseiten des menschlichen Daseins zu beleuchten und vor allem den Erfahrungen der Missbrauchsopfer eine visuelle Stimme zu geben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Oktober 2017 fand der Hashtag #MeToo gro\u00dfe Verbreitung in den sozialen Netzwerken. #MeToo soll Frauen dazu ermutigen sexuelle Bel\u00e4stigung und \u00dcbergriffe, die sie erfahren mussten, \u00f6ffentlich anzuzeigen. 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