{"id":2110,"date":"2019-02-21T12:53:52","date_gmt":"2019-02-21T11:53:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haleh-gallery.com\/?p=2110"},"modified":"2019-09-19T12:13:08","modified_gmt":"2019-09-19T10:13:08","slug":"geteiltes-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/geteiltes-selbst\/","title":{"rendered":"GETEILTES SELBST"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div class=\"\">\n<div class=\"\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"\">Pressemitteilung<\/div>\n<div class=\"\">\n<div class=\"\">\n<p>Haleh Gallery pr\u00e4sentiert mit der Einzelausstellung GETEILTES SELBST einen thematischen \u00dcberblick \u00fcber das k\u00fcnstlerische Schaffen der K\u00fcnstlerin Annegret Soltau. Annegret Soltau blickt auf eine mehr als 40j\u00e4hrige k\u00fcnstlerische Karriere zur\u00fcck und z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Vertreterinnen der feministischen Kunst. Mit ihren Arbeiten leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der performativen und experimentellen Kunst in den 1970er und 1980er Jahren.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>In Annegret Soltaus k\u00fcnstlerischem Werk spielen k\u00f6rperliche Prozesse eine tragende Rolle.<\/p>\n<p>Die Integration des K\u00f6rpers als ma\u00dfgebliche Einheit in Soltaus Kunst, erlaubt der K\u00fcnstlerin Fragen und Konzepte von weiblicher Kreativit\u00e4t und Reproduktion in einem feministischen Diskurs zu erforschen. In ihren Arbeiten dokumentiert und visualisiert Soltau nicht nur ihre eigenen k\u00f6rperlichen Prozesse, sondern diese werden auch zu einem eigenen k\u00fcnstlerischen Medium. Dabei verfolgt die K\u00fcnstlerin das Ziel eine gleichwertige Verbindung zwischen K\u00f6rper und Geist zu erschaffen, wie Soltau selbst beschreibt: \u201eMein zentrales Anliegen ist, k\u00f6rperliche Prozesse in meine Bilder miteinzubeziehen und mich selbst zum Modell zu nehmen, weil ich mit mir selbst am weitesten gehen kann.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Der Titel der Ausstellung \u201eGeteiltes Selbst\u201c verweist auf Soltaus k\u00fcnstlerische Praxis und die Inszenierung des eigenen K\u00f6rpers. In ihren Arbeiten dekonstruiert die K\u00fcnstlerin die Bilder ihres K\u00f6rpers und setzt die Fragmente oftmals neu zusammen. Ergebnis dieser Arbeiten ist ein \u201eGeteiltes Selbst.\u201c Denn Soltau fragmentiert in ihren Arbeiten nicht nur das eigene Bild des K\u00f6rpers, sondern sie dekonstruiert damit auch die Einheit des Subjekts. Die Praxis der Dekonstruktion ist eine wichtige Strategie f\u00fcr Soltau ,um auf formaler und auch inhaltlicher Ebene, Konzepte von weiblicher Identit\u00e4t und tradierten Rollenbildern zu hinterfragen.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Haleh Gallery pr\u00e4sentiert in der Einzelausstellung GETEILTES SELBST einen \u00dcberblick zu Annegret Soltaus Werk. Soltaus k\u00fcnstlerischer Ausdruck ist weit gef\u00e4chert und umfasst verschiedene Medien, wie Videos und Fotoradierungen. Pr\u00e4sentiert werden neben weiteren Videos und Fotoradierungen folgende Arbeiten: <i>Pregnant Series<\/i> thematisiert die pers\u00f6nlichen Erfahrungen von Soltaus beiden Schwangerschaften (1978 und 1980), die die K\u00fcnstlerin in Videos und Fotovern\u00e4hungen festgehalten und sich dabei auch mit Fragen von weiblicher Reproduktion und Kreativit\u00e4t auseinandergesetzt hat. In der Arbeit Mutter-Gl\u00fcck (1977-2001) kreiert Soltau Portraits ihrer Kinder, die sie wiederum dekonstruiert, fragmentiert und zu neuen grotesken Familienportraits zusammensetzt. Obwohl es in der zeitgen\u00f6ssischen Kunst nahezu keine Tabus mehr gibt, werden Mutterschaft und Kinder nur selten thematisiert. Annegret Soltau setzt sich in ihrem k\u00fcnstlerischen Werk intensiv mit genau diesen Themen von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft auseinander. Damit werden Soltaus Arbeiten zu einer k\u00fcnstlerischen Spurensuche, um die Erfahrungen von Schwangerschaft, Geburt und Kindern zu dokumentieren:<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>\u201eMeine beiden Schwangerschaften 1978 und 1980 wurden zu meinem zentralen Thema. Aus diesem pers\u00f6nlichen Erleben heraus entstanden Bilder, in denen ich mich im Prozess des Schwanger-Seins auch wieder selbst zum Modell machte. Die Angst, die Rolle der Mutterschaft k\u00f6nne meine Existenz als K\u00fcnstlerin gef\u00e4hrden, inspirierte mich zu einer F\u00fclle von Foto- und Videoarbeiten. In dieser Zeit hat mich besch\u00e4ftigt, wie Frauen Kreativit\u00e4t und Mutterschaft verbinden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><b>Annegret Soltau<\/b> (*1946) lebt und arbeitet in Darmstadt. 1967-72 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste, Hamburg und Wien. 1986-87 Stipendiatin der Villa Massimo, Rom, 2000 Kunstpreis der Stadt Darmstadt mit Werkschau \u201eIch selbst\u201c.<\/p>\n<p><b>Ausstellungen (Auswahl):<\/b><\/p>\n<p>SCHWANGER, Frieze Masters \u2013 Spotlight, One Woman Show, Richard Saltoun Gallery, London UK (2018); SELBST, Maurer Zilioli Contemporary Arts, M\u00fcnchen (2017); DAS KONSTRUKT ICH \u2013 das ge-zeichnete Selbst, Galerie Anita Beckers, Frankfurt a.M. (2016);<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>PULSE MIAMI ART FAIR, Selected works by Annegret Soltau, Miami, USA (Galerie Anita Beckers, Frankfurt) (2013); Mathildenh\u00f6he Darmstadt (2006), Museum of Contemporary Art, Los Angeles (2007), Vancouver Art Gallery (2008-09), Galleria nationale d\u00b4arte moderna, Rom (2010),<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp; <\/span>Palazzo Strozzi, Florenz (2012-13).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Pressemitteilung Haleh Gallery pr\u00e4sentiert mit der Einzelausstellung GETEILTES SELBST einen thematischen \u00dcberblick \u00fcber das k\u00fcnstlerische Schaffen der K\u00fcnstlerin Annegret Soltau. Annegret Soltau blickt auf eine mehr als 40j\u00e4hrige k\u00fcnstlerische Karriere zur\u00fcck und z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Vertreterinnen der feministischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2112,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[4],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2110"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2110"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2110\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2168,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2110\/revisions\/2168"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}