{"id":77,"date":"2011-11-25T10:03:46","date_gmt":"2011-11-25T09:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haleh-gallery.com\/?p=77"},"modified":"2015-05-05T13:33:46","modified_gmt":"2015-05-05T11:33:46","slug":"a-womans-voice-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/a-womans-voice-2\/","title":{"rendered":"&#8222;A Woman&#8217;s Voice 2&#8220; von Annegret Soltau, Leda Luss- Lyken und Mona Hakimi-Sch\u00fcler"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Wann ist eine Frau eine Frau? Was macht die Gesellschaft aus den Frauen? Und was bewirken Frauen in der Gesellschaft? Drei Frauen haben hierzu ihre Stimme erhoben: \u201eA Woman\u2019s Voice II\u201c heisst die neue Ausstellung der Haleh Gallery, die am 25. November 2011 in Berg er\u00f6ffnet wird. Provokativ und sch\u00f6n zugleich, pr\u00e4sentiert die Ausstellung eine k\u00fcnstlerische Diskussion, eine Debatte mittels Bild. Ziel ist es, nach der gleichnamigen Schau zu Jahresbeginn nun zum zweiten Mal eine Plattform f\u00fcr Frauenbilder im direkten und \u00fcbertragenen Sinn anzubieten \u2013 und f\u00fcr spannungsgeladene, interkulturelle und interdisziplin\u00e4re Kommunikation zu sorgen.<\/p>\n<p>Annegret Soltau (*1946 in L\u00fcneburg, Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Hamburg) hat mit ihren Arbeiten schon Skandale entfacht: Sie zeigte die Lebensalter der Frau, collagierte bzw. vern\u00e4hte Fotografien von Alt und Jung. Die N\u00e4hte ihrer Fotoarbeiten, die zun\u00e4chst wie eine Demonstration von Verletzlichkeit und Endlichkeit wirken, sind aber auch eine R\u00fcckbesinnung auf die Familienbande. Die Zusammensetzung der eigenen Identit\u00e4t, die Soltau nie eindimensional sehen will, findet durch die trennenden wie verbindenden Narben eine Umsetzung in eine moderne, passende Mediensprache. In der aktuellen Serie \u201epersonal identity\u201c geht es auch um den Umgang mit Datenspeicherung, sterotype, echte und imaginierte Identit\u00e4t: Ihre vern\u00e4hten Foto-Selbstportraits \u201eVerfied self\u201c machen aus emotionslosen Passbildern irritierende emotionale Zeugnisse. F\u00fcr die \u201eGrima\u201c, die Grimassen, werden Mensch und Tier verschmolzen zu emotionsstarken Fantasiebildern. Oder ist es das wahre Ich?<\/p>\n<p>Leda Luss Luyken (* 1952 in Athen, Kunst- und Architekturstudium in Z\u00fcrich, New York und Manchester) hat sich \u00fcber die Jahre von der Innenarchitektin zur Konzeptk\u00fcnstlerin entwickelt. Mit ihrer \u201eModulArt\u201c verwirklicht sie die Idee eines durch endlose Variationen und Neuerfindungen modulierbaren Werkes, das niemals still steht. Damit fordert sie den aktiven Betrachter, der ihre Gem\u00e4lde stets neu arrangiert. So entstehen neue Bildwelten und Sichtweisen des Sujets. \u201eNow and Then\u201c spannt den weiblichen Bilder-Bogen von der antiken Aphrodite bis zur Neuzeit. In \u201eBreaking the Shackles to Earth\u201c haben sich Mann und Frau auf ein scheinbar<\/p>\n<p>sinnleeres Wettrennen in einer explodierenden Welt eingelassen, einen Wettkampf der Geschlechter in die Leere. Es k\u00f6nnte aber auch anders sein: \u201eOur World\u201c zeigt eine positive, fr\u00f6hliche Transformation der Erdkugel, seiner Generationen und Geschichte. Die k\u00fcnstlerische Entsprechung dazu ist die Sprengung starrer Bildideen. Mit dem konzeptuellen Ansatz ihrer \u201eModulArt\u201c hat Luss- Luyken die hermetische Begrenztheit des Tafelbildes aufgebrochen und dadurch Bewegung und Ver\u00e4nderung ins Fl\u00e4chenbild gebracht.<\/p>\n<p>Mona Hakimi-Sch\u00fcler (*1977 in Teheran, Physikstudium in Teheran und Studium der Kunstp\u00e4dagogik und Sprachwissenschaft in Osnabr\u00fcck) entwickelte ihre eigene Bildsprache aus dem Agitprop-Stil, den sie aus ihrer iranischen Heimat kennt. Doch sie seziert damit die Frauenrolle zwischen westlicher Kultur und islamischer Pr\u00e4gung, zwischen Tradition und Moderne in einem Land, in dem 1936 der Schleier verboten und 1979 wieder eingef\u00fchrt wurde. In ihren aktuellen Arbeiten verk\u00f6rpert sie die Rollen, die der Iran heute den Frauen bietet.Auch die Installationen collagierten Bilder der Serie \u2018stories I live by\u2019 erz\u00e4hlen von den Auswirkungen der Ver\u00e4nderung politischer bzw. religi\u00f6ser Ideale. Muster, Fragmente, historische Episoden und Symbole sowie mythologische Bez\u00fcge werden zu Neuem, zu Tr\u00e4umerischem und auch zur Begr\u00fcndung des Malerischen verkn\u00fcpft. Gerade als westlich-emanzipatorisch gepr\u00e4gter Betrachter sp\u00fcrt der Zuschauer hier nachdr\u00fccklich, wie unerl\u00e4sslich das Erlebnis neuer Bilder und Ansichten \u00fcber Kulturen und Klischees f\u00fcr ihn ist.<\/p>\n<p>Mit diesen drei h\u00f6chst innovativen internationalen K\u00fcnstlerinnen zeigt die Haleh Gallery, dass ihr Konzept sowohl hochkar\u00e4tig und anspruchsvoll ist, als auch ein brennendes und allen zug\u00e4ngliches Thema unserer Gesellschaft reflektiert: Die Haleh Gallery will eine Br\u00fccke schlagen zwischen Orient und Okzident, um sowohl von den Unterschieden als auch von den Gemeinsamkeiten der Kulturen und Menschen profitieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wann ist eine Frau eine Frau? 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