{"id":79,"date":"2012-03-02T10:04:52","date_gmt":"2012-03-02T09:04:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haleh-gallery.com\/?p=79"},"modified":"2015-05-05T13:33:46","modified_gmt":"2015-05-05T11:33:46","slug":"migration-of-dreams","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haleh-gallery.com\/de\/migration-of-dreams\/","title":{"rendered":"&#8222;Migration of Dreams&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>(Migration of Dreams) <\/strong>der deutsch-iranischen K\u00fcnstlerin Claudia Djabbari, die in M\u00fcnchen geboren und aufgewachsen ist und in Salzburg, M\u00fcnchen und London ausgebildet wurde, zu pr\u00e4sentieren. Claudia Djabbari war von 2006 bis 2007 Meistersch\u00fclerin bei Olaf Metzel und schloss 2009 in London ihr Studium mit dem Master ab. Zur Zeit lebt und arbeitet sie in London.<\/p>\n<p>Ihre Intention liegt vornehmlich darin, den Einfluss sozialer Strukturen mittels einer eigenen Formensprache vom Alltag in die Kunst zu transformieren. Dies geschieht auch durch Sammeln, Anh\u00e4ufen und der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Anordnung von Sachen. So entstehen Skulpturen oder Envirements, die oftmals in einer Art dreidimensionaler Collage erscheinen und auch durch Reduktion und Abstraktion bis zur Gegenstandslosigkeit neutralisiert werden.Ausgangspunkt der Installationen von Claudia Djabbari ist die Suche nach Fakten, die belegen, wie sich bestimmte tradierte gesellschaftliche Verhaltensweisen des t\u00e4glichen Lebens, der Berufswelt und des h\u00e4uslichen Bereichs in der \u201cDingwelt\u201d manifestieren. Reproduktionen realer Gegenst\u00e4nde, ihres urspr\u00fcnglichen Kontextes enthoben und damit auch von ihrer Funktionalit\u00e4t befreit, ergeben somit eine Sammlung mit eigener assoziativer Logik: Durch neue konzeptuelle und formale Beziehungen findet die K\u00fcnstlerin eine neue Ordnung.<\/p>\n<p>Der Lagerraum als ein Ort des Aufbewahrens aber auch des Vergessens von Gegenst\u00e4nden, die einen objektiven, h\u00e4ufig jedoch \u201cnur\u201d ideellen Wert besitzen, ist ein wiederkehrender Topos in den Arbeiten von Claudia Djabbari. Sie betont dabei insbesondere den Aspekt des \u201cAusgepackt-,Verpackt- und Verstautwerdens\u201d oder zeigt antike M\u00f6belst\u00fccke, abstrahiert auf ihre Form und ohne praktische Funktion, wodurch lediglich die Idee eines M\u00f6bels \u00fcbrig bleibt.<\/p>\n<p>Einerseits sind ihre Objekte und Installationen autonome Werke, andererseits aber lediglich Requisiten oder Vorbilder f\u00fcr in Szene gesetzte Fotografien. In diesem Sinne basiert die Fotoserie Grand Hotel Djabbari auf dem ma\u00dfstabsgetreuen Architekturmodell eines luxuri\u00f6sen Resorthotels im idealisiert-orientalischen Stil. Imagin\u00e4rer Standort dieses Hotels ist die ehemals sogenannte Persische Riviera am Kaspischen Meer, unweit der Hauptstadt Teheran. Das Urlaubsparadies mit Orangen-Hainen und mit Blick auf das Elburs-Gebirge ist der K\u00fcnstlerin durch die Schilderungen ihres Vaters vertraut, Diese Arbeit verdeutlicht besonders gut die Hauptstr\u00f6mung in Claudia Djabbaris Schaffen: das Schwanken zwischen tats\u00e4chlicher und erw\u00fcnschter Realit\u00e4t, zwischen Imagination und Fiktion.<\/p>\n<p>So wie die K\u00fcnstlerin die beiden kulturellen Gegenpole auslotet und miteinander verbindet, so ist es ein stetes Anliegen der Haleh Gallery, mit k\u00fcnstlerischen Mitteln ein gegenseitiges Verst\u00e4ndnis zwischen Orient und Okzident zu erm\u00f6glichen. Die neueste Ausstellung zeigt zudem eine neue, zuvor nicht eingeschlagene Art der Pr\u00e4sentation, indem neben Arbeiten der letzten Zeit eigens f\u00fcr die Haleh Gallery kreierte Installationen von der K\u00fcnstlerin realisiert werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Migration of Dreams) der deutsch-iranischen K\u00fcnstlerin Claudia Djabbari, die in M\u00fcnchen geboren und aufgewachsen ist und in Salzburg, M\u00fcnchen und London ausgebildet wurde, zu pr\u00e4sentieren. 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